Porsche Zentrum Maienfeld
Tel. +41 81 911 00 00
info@porsche-maienfeld.ch

Schweizer Motorsportsaison startet im April

Porsche GT3 Cup Challenge und Porsche Sports Cup Suisse

Die Porsche GT3 Cup Challenge und der Porsche Sports Cup Suisse sind startbereit für die Saison 2019. Die markeninternen Rennserien, gemeinsam organisiert vom Verband Schweizer Porsche Clubs (VSPC) und der Porsche Schweiz AG, nehmen auch in diesem Jahr wieder sechs intensive Rennwochenenden in Angriff. Los geht es Ende April (25. bis 27.4.) auf dem Red Bull Ring in Österreich mit mehr als 80 Fahrern und Fahrzeugen.

„Motorsport gehört zur DNA von Porsche, er ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Markenkultur und wird von unseren Schweizer Kunden auf der Rennstrecke besonders ausgeprägt gelebt“, betont Michael Glinski, Geschäftsführer Porsche Schweiz AG. „Mit der GT3 Cup Challenge und dem Porsche Sports Cup Suisse bieten wir in Kooperation mit dem Verband Schweizer Porsche Clubs seit 2008 ein wunderbares Format an, das unseren Kunden Motorsport auf den unterschiedlichsten Ebenen in einem professionellen Umfeld ermöglicht – das ist eine Erfolgsgeschichte, die 2019 das nächste Kapitel aufschlägt.“

Die verschiedenen Wettbewerbe, die an allen sechs Rennwochenenden stattfinden, verteilen sich auf zwei Säulen: die Porsche GT3 Cup Challenge (GT3 CC) als klassischer Markenpokal sowie den Porsche Sports Cup Suisse (PSCS), der unter anderem auch die Porsche Driver’s Challenge (PDC) umfasst. Zudem können Motorsport-Neulinge erste Rennsporterfahrung bei der Introduction to Racetrack (ItR) erleben.

Porsche GT3 Cup Challenge Suisse (GT3 CC)
Die GT3 Cup Challenge Suisse ist allein für Rennwagen des Typs 911 GT3 Cup der Baureihe 991 reserviert, die aber noch einmal unterschieden werden. In der Klasse 5d gehen die rund 460 PS starken Hecktriebler der ersten Generation von 2013 bis 2016 an den Start, die einen 3,8 Liter grossen Sechszylinder-Boxer besitzen. Die aktuellen Cup-Fahrzeuge ab 2017 mit 485 PS starkem 4,0-Liter-Motor bilden die Klasse 5e. Beide Modelle besitzen ein sequenzielles Sechsgang-Schaltgetriebe.

Standard für jedes GT3 CC-Wochenende sind freie Trainingssitzungen und ein Qualifying, das zwischen 35 und 45 Minuten dauert und über die Startreihenfolge für das gut 30-minütige Sprintrennen am Samstag entscheidet. Je nach Veranstaltung folgt ein weiterer Sprintwettbewerb – die Aufstellung ergibt sich aus dem Ergebnis des ersten Laufs – oder ein Langstreckenrennen über 100 Meilen (161 Kilometer) mit obligatorischem Boxenstopp und möglichem Fahrerwechsel zwischen der 25 und 50. Rennminute. Für dieses wird ein eigenes Qualifying abgehalten, da im Endurance auch Fahrzeuge aus anderen Kategorien teilnehmen können.

Die Punktevergabe regelte der Verband Schweizer Porsche Clubs in diesem Jahr neu: Anstelle der ersten Zehn werden fortan die besten 15 der Sprintrennen belohnt. Platz eins erhält 25 Punkte, Rang zwei 20 und der Dritte 16 bis zu einem Zähler für den 15. Hinzu kommen jeweils drei, zwei und ein Punkt für die drei Erstplatzierten des Qualifyings sowie die drei Fahrer mit den schnellsten Rennrunden.

Etwas komplexer ist die Wertung für den Endurance-Wettbewerb. Hier erhalten die Fahrer – bis zu zwei pro Auto sind möglich – die gleichen Meisterschaftszähler wie bei den Sprintrennen, zu denen aber noch sogenannte Teilnehmerpunkte addiert werden: Erreichen sie das Ziel und haben mindestens 75 Prozent der Distanz des Siegers zurückgelegt, sind es zehn Punkte. Wurde das Rennen auf weniger als 75 Prozent der ursprünglichen Dauer verkürzt, nur noch fünf. Und noch etwas ist wichtig: Kommt ein Profi-Pilot ab offiziellem Status „Silber“ an Bord, gibt es für keinen der beiden Fahrer Rangpunkte. Diese Regelung sorgt dafür, dass der Wettbewerb für Motorsportler aus dem Privat- und Amateurbereich attraktiv bleibt.

Als Titelverteidiger der GT3 CC blickt Ernst Keller der neuen Saison entgegen: Der Regensdorfer hatte sich 2018 mit dem amtierenden Meister Jean Paul von Burg ein spannendes Duell um die Tabellenführung geliefert. Als von Burg auf die letzten beiden Rennwochenende verzichten musste, war der Weg für Keller endgültig frei. Im neuen Jahr steht eine Neuauflage des Duells bevor.

Porsche Sports Cup Suisse (PSCS)
Heterogener fällt das Starterfeld des Porsche Sports Cup Suisse (PSCS) aus: Hier dürfen in sieben unterschiedlichen Gruppen auch andere zweitürige Sportwagen von Porsche auf die Strecke gehen – von seriennah bis modifiziert und von älteren 911 GT3-Generationen über den 911 GT2 und GT2 RS sowie frühen 911- und 911 RSR-Modellen bis hin zum Porsche 718 Cayman. Allen gemeinsam ist: Sie besitzen die komplette für Rennwagen vorgeschriebene Sicherheitsausstattung, angefangen von Sechspunktgurten über Sicherheitszelle und Rennschalensitze bis hin zur Feuerlöschanlage. Höhepunkt des PSCS-Jahres ist das Nachtrennen beim Saisonfinale im italienischen Misano, das über 120 Minuten geht.

Eine der grössten Klassen im PSCS stellt mit über 20 Fahrzeugen der Cayman GT4 in der Clubsport-Ausführung. Der Mittelmotor-Rennwagen besitzt in der aktuellsten Ausführung einen 3,8 Liter grossen Sechszylinder mit 425 PS. Die Rennformate – 30-minütige Sprints und 100-Meilen-Endurance – sowie die Punktevergabe entsprechen in allen PSCS-Wertungsgruppen der GT3 Cup Challenge.

Porsche Driver‘s Challenge Suisse (PDC)
Ohne umfangreiche Umbauten ihrer Fahrzeuge kommen Teilnehmer der PDC aus: Der kostengünstige Gleichmässigkeits-Wettbewerb innerhalb des Porsche Sports Cup darf mit normalen Serienmodellen ohne Überrollkäfig und ähnlichen Sicherheitsvorrichtungen bestritten werden und ist daher ideal für Einsteiger geeignet. Sicherheitsbekleidung und ein genormter Fahrerhelm gehören zur Pflichtausrüstung. Anstelle der schnellsten Runde oder der Platzierung auf der Strecke stehen möglichst konstante Zeiten im Vordergrund – das Qualifying-Ergebnis entscheidet allein über die Reihenfolge, mit der die Teilnehmer im Zwei- bis Dreisekundentakt aus der Boxengasse starten. Dies erhöht die Chancen auf störungsfreies Fahren ohne Überholmanöver.

Die Wertung erfolgt ebenso einfach wie pfiffig: Für das Ergebnis zählt pro Runde die Abweichung vom Mittelwert, der individuell aus den zehn gezeiteten Umläufen des jeweiligen Teilnehmers gebildet wird. Punkte erhalten erneut die 15 Erstplatzierten nach dem GT3 CC-Schema, hinzu kommen für jeden Starter zehn Basispunkte. Von den sechs PSCS-Wochenende werden nur fünf für die Meisterschaft gezählt, ein Null-Punkte-Resultat wirkt sich also nicht nachteilig in der Tabelle aus.

Mit den konstantesten Ergebnissen sicherte sich 2018 Peter Gafner den Titel in der Gesamtwertung der Driver‘s Challenge – obwohl der 911 GT3-Fahrer den Lauf in Dijon ausgelassen hat. Dort war auch Peter Meister, der Zweitplatzierte, nicht am Start. Dennoch konnte er Daniel Bütler am Jahresende auf Rang drei verweisen.

Introduction to Racetrack (ItR)
Im Rahmen des Porsche Sports Cup Suisse können Neueinsteiger dank der Introduction to Racetrack die Faszination Porsche Motorsport problemlos selbst erleben. Unter der Anleitung qualifizierter Instruktoren der Porsche Track Experience sammeln die Teilnehmer im Rahmen einer professionellen Motorsportveranstaltung erste Rennstrecken-Erfahrungen. Anmeldungen nehmen die Porsche Zentren in der Schweiz entgegen.

„Ich freue mich sehr auf die neue Saison: Die Porsche GT3 Cup Challenge Suisse und der Porsche Sports Cup Suisse mit der Porsche Driver’s Challenge entwickeln sich sehr positiv“, erklärt Richard Feller, verantwortlich für den Motorsport im Verband Schweizer Porsche Clubs. „Die Aussichten sind sehr gut, dass wir das hohe Niveau des Vorjahres wieder erreichen oder sogar übertreffen können.“

Termine:
25. – 27.04.: Red Bull Ring (A), Doppelsprint
06. – 08.06.: Circuit Paul Ricard (F), Sprint und Endurance
05. – 07.07.: Autodromo Enzo e Dino Ferrari (I), Sprint und Endurance
15. – 17.08.: Circuit de Dijon-Prenois (F), Doppelsprint
26. – 28.09.: Autodromo Internazionale Mugello (I), Sprint und Endurance
24. – 26.10.: World Circuit Marco Simoncelli (I), Doppelsprint und Zweistunden-Nachtrennen

Galerie