Porsche Zentrum Maienfeld
Tel. +41 81 911 00 00
Unsere E-Mail Adressen

Alexander Fach ist erneut GT3 Cup-Meister

Titel verteidigt: Alexander Fach ist erneut GT3 Cup-Meister

Die Würfel sind gefallen: Alexander Fach hat beim Finale des Porsche Sports Cup Suisse auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli in Italien seinen Titel im GT3 Cup erfolgreich verteidigt.

Der 18-Jährige aus Satteln liess mit zwei Pole-Positionen, zwei schnellsten Rennrunden und zwei Start-Ziel-Siegen an seinen Meisterschaftsambitionen keine Zweifel aufkommen. Mit einem Vorsprung von fast einer Minute entschied Fach auch das abschliessende 2-Stunden-Nachtrennen auf dem Kurs an der Adria souverän für sich. In der GT4 Clubsport-Gruppe hat sich Laurent Misbach mit zwei hart erkämpften Laufsiegen den Titel in der Klasse 10 für 718 Cayman GT4 Clubsport mit Manthey-Racing-Paket gesichert. Bei den Mittelmotor-Sportwagen ohne MR-Paket fuhr Patrick Schetty zweimal auf Platz eins und darf sich damit ebenfalls über Titelehren freuen. Jörg Dreisow hat mit einem 911 GT3 R den ersten Lauf der GT Open-Kategorie gewonnen, im zweiten Rennen behielt Tazio Pieri mit einem 911 GT3 Cup die Oberhand. Und in der Porsche Drivers Competition hat Nicolas Garski die Saison mit einer makellosen Bilanz abgerundet: Er gewann auch den sechsten von sechs Läufen des Gleichmässigkeitswettbewerbs.

Porsche Sprint Challenge Suisse: GT3 Cup
Der alte Meister ist auch der neue Champion: Alexander Fach hat sein Projekt Titelverteidigung in Misano mit zwei weiteren Glanzvorstellungen abgerundet. Auf dem 4,226 Kilometer langen Kurs startete der 18-Jährige bei beiden Rennen des GT3 Cups von der Pole-Position, legte jeweils die schnellste Rennrunde vor und liess sich die Führung kein einziges Mal entreissen. Bemerkenswert: Als jeweils Zweitplatzierter kam Luca Pastorelli ins Ziel, der bereits den neuen 911 GT3 Cup pilotierte. Dieser basiert auf der aktuellen 911-Generation 992, leistet mit 375 kW (510 PS) deutlich mehr als das bisherige Modell mit 357 kW (485 PS) und besitzt unter anderem auch durch eine effizientere Aerodynamik einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Vorgänger.

Spannend ging es im ersten Lauf im Kampf um Rang drei zu, den Gregor Burkard knapp gegen Dominik Fischli und Alexander Schwarzer für sich entscheiden konnte. Im zweiten Rennen des GT3 Cup konnte sich Fischli – der ebenso wie Fach das zweite Jahr der Nachwuchsförderung des Porsche Motorsport Club Suisse und der Porsche Schweiz AG genossen hat – vom vierten Startplatz auf Rang drei verbessern. Der 25-Jährige behielt bis zum Ziel die Oberhand gegen Burkard und Schwarzer, während sich Peter Hegglin erneut als Sechster in die Ergebnisliste eintrug. Aufgrund eines Zwischenfalls auf der Strecke absolvierte das Teilnehmerfeld die letzten beiden Runden hinter dem Safety-Car. „Was für ein Wochenende – ich muss noch immer verarbeiten, was alles geschehen ist“, freute sich Alexander Fach. „Die Saison mit einem Doppelsieg abzuschliessen, ist besonders schön!“

Porsche Sprint Challenge Suisse: GT4 Clubsport
Laurent Misbach hat es geschafft: Der Vorjahres-Vizemeister in der Klasse 10 der GT4 Clubsport-Kategorie hat sich mit seinen Sprintsiegen Nummer sechs und sieben in der laufenden Saison den Titel gesichert. Selbstläufer waren diese Erfolge nicht. Im ersten Misano-Rennen musste er sich vom vierten Startplatz aus nach vorne arbeiten und konnte erst in der zwölften von 15 Runden Thomas Herbst die Führung abjagen. Herbst wurde Zweiter vor Gaststarter Giuseppe Ghezzi und Alexandre Mottet. Im zweiten Rennen legte Misbach zwar einen Start-Ziel-Sieg vor, Gefahr drohte jedoch von hinten in Form von Francesco Fenici. Der Champion von 2020 hatte den rund 313 kW (425 PS) starken Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR von Valerio Presezzi übernommen und war von Rang elf ins Rennen gegangen. Nach einer starken Aufholjagd konnte er in Runde zwölf die zweite Position übernehmen und seinen Rückstand auf Misbach noch bis auf 0,842 Sekunden verkürzen – zum Überholen reichte es für den Italiener jedoch nicht mehr. Platz drei ging in dieser Klasse an Thomas Herbst vor Giuseppe Ghezzi und Paolo Gnemmi.

In der Klasse 11 für Porsche 718 GT4 Clubsport ohne MR-Paket erlebte Patrick Schetty ein Finalwochenende nach Mass. Im ersten Rennen fuhr er von der Pole-Position aus zum Sieg. Dahinter konnte sich Renzo Kressig, der als Vierter dieser Kategorie losgefahren war, zunächst Andreas Greiling und in der letzten Runde noch Thomas Brauch schnappen. Damit waren die Karten für einen spannenden zweiten Lauf gemischt. Schetty übernahm erneut die Klassenführung. Kressig nahm die Verfolgung auf, musste in Runde zwölf aber den MR-Cayman von Alexandre Mottet passieren lassen und verlor wenig später seine zweite Position an den stark auftrumpfenden Jens Richter: Der Deutsche hatte nach dem Start noch auf dem 16. Gesamtrang gelegen, bevor ihn eine furiose Aufholjagd auf die zweithöchste Stufe des Podests der Klasse 11 führte. Platz vier und fünf gingen an Thomas Brauch und Thomas Bucher.
In der Klasse 12, reserviert für Porsche Cayman GT4 der Vorgängergeneration 981, setzte sich im ersten Rennen Antonio Garzon gegen Pierre Melin durch. Den zweiten Lauf gewann Massimo Salamanca auf demselben Mittelmotor-Sportwagen vor Arnaud Guilland.

„Im Qualifying haben wir auf nasser Strecke auf Slick- statt auf Regenreifen gesetzt, darum ging die Pole-Position an Thomas Herbst, der eine grossartige Rundenzeit gefahren hat“, erläuterte Laurent Misbach. „Im ersten Rennen konnte ich schon in der ersten Kurve von Platz vier auf drei vorrücken und wenig später von Giuseppe Ghezzi die zweite Position übernehmen. Drei Runden vor Schluss konnte ich auch Thomas Herbst überholen, der mir einen sehr fairen Kampf geliefert hat. Zum zweiten Lauf gibt es nicht viel zu sagen: Ich bin von der Pole gestartet und konnte meine Führung bis zur karierten Flagge verteidigen.“

Zweistunden-Langstrecken-Nachtrennen
Auf die Meisterschaftsentscheidungen hatte es keinen Einfluss mehr, dennoch genossen die Teilnehmer des Porsche Sports Cup Suisse das traditionelle Nachtrennen in Misano wieder als Höhepunkt der Saison. In diesem Jahr behielten die Starter aus dem GT3 Cup die Oberhand und fast schon selbstverständlich hiess der Sieger am Ende Alexander Fach – zumal der Youngster nicht seinen angestammten Rennwagen bewegte, sondern den neuen 911 GT3 Cup. Im Ziel betrug sein Vorsprung auf die Zweitplatzierten Alexander Schwarzer und Dominik Farnbacher im Auto der Porsche Racing Experience by Manthey fast eine komplette Minute. Aus der Open GT-Kategorie fuhren Jan Klingelnberg / Dino Zamparelli mit einem 911 GT3 Cup auf Rang eins ihrer Klasse. Als bestgewerteter unter den 718 Cayman GT4-Fahrzeugen sah das Fahrertrio Sadamoto Takahashi, Alessandro Baccani und Simone Iaquinta das Ziel. Jörg Dreisow / Manuel Lauck waren mit ihrem 911 GT3 R von der Pole-Position gestartet, mussten ihren Rennwagen jedoch bereits in der ersten Runde abstellen.

Porsche Drivers Competition Suisse (PDC)
Nicolas Garski kann nach dem sechsten Lauf der Porsche Drivers Competition Suisse auf eine makellose Saison zurückblicken: Er konnte auch das Finale in Misano mit klarer Dominanz für sich entscheiden und bleibt damit ungeschlagen – selten hat sich ein Meister im Gleichmässigkeitswettbewerb den Titel so verdient wie der Porsche 911 GT3-Fahrer. Auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli variierten seine Abweichungen von der eigenen Durchschnittszeit über die neun gewerteten Runden lediglich um 1,53 Sekunden. Dagegen konnte Peter Gafner nichts ausrichten. Der Champion des Vorjahres musste sich mit einer Abweichung von 2,52 Sekunden einmal mehr mit Rang zwei begnügen. Die Plätze drei bis fünf gingen an Franco Castellazzi, Marius Hutmacher und Robert Schwaller.

„Mit der erfolgreichen Titelverteidigung von Alexander Fach haben wir bewiesen, dass unser Förderkonzept für Nachwuchsrennfahrer bestens funktioniert. Ich bin sehr gespannt, wohin ihn seine weitere Motorsportkarriere führen wird“, erklärte Richard Feller, Leiter Porsche Sports Cup Suisse. „Damit hat der Porsche Sports Cup Suisse in der Saison 2021 erneut gezeigt, dass die Kombination aus jungen Talenten und routinierten Gentleman-Fahrern eine Erfolgsgeschichte schreibt. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr die Pandemie-Einschränkungen endgültig hinter uns lassen, um mit bekannten und neuen Teilnehmern noch stärker in die Zukunft zu starten.“

Galerie